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FEHLERTEUFEL

 
Vertreter und Vertreterinnen baden-württembergischer Ergotherapieschulen sowie des Deutschen Verbandes der Ergotherapie (DVE) und des Verbandes Deutscher Ergotherapieschulen (VDES) kamen am 15.04.2019 in der SRH Fachschule für Ergotherapie in Karlsbad-Langensteinbach zusammen, um die Ungleichheit der finanziellen Förderung in der schulischen Ausbildung zwischen Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie in Baden-Württemberg zu thematisieren. Es wurden daraus resultierende Risiken für die Ausbildung von ErgotherapeutInnen wie auch für die Sicherung der Gesundheitsversorgung im Bundesland diskutiert.

Anlass des Treffens war die seit Sommer 2017 geltende Änderung des baden-württembergischen Privatschulgesetzes. Mit deren Umsetzung zum 01.08.18 haben die privaten Schulen für Physiotherapie und Logopädie das durchschnittliche, monatliche Schulgeld auf den Maximalbetrag von 160 € gesenkt. Als Ausgleich wurde für diese Ersatzschulen die Landesfinanzierung angepasst und erhöht. Die Ergotherapieschulen, haben den Status als Ergänzungsschulen und sind somit von diesen Änderungen ausge-schlossen. Hieraus ergibt sich für die Ergotherapieausbildung eine hohe Diskrepanz in der Landesfinanzierung im Vergleich zu den anderen Heilmittelberufen Physiotherapie und Logopädie und infolgedessen auch in der Höhe der Schulgelder.

Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass die schon zu bemerkende Abwanderung von Ausbildungsinteressenten in andere (Therapie-)Berufe oder auch der Umzug der Auszubildenden in andere Bundesländer die nur offensichtlichsten Konsequenzen für Baden-Württemberg darstellen. Der schon bestehende Fachkräftemangel in der Ergotherapie in Baden-Württemberg wird sich nach Meinung der Anwesenden verschärfen. Somit arbeitet das Land genau entgegen den bundesweiten Bestrebungen, die ergotherapeutische Versorgung in Deutschland zu sichern. Daher wurde ein einheitliches Vorgehen beschlossen. Ziel ist die im Koalitionsvertrag vereinbarte Schulgeldfreiheit für alle Therapieberufe. Als wichtigen ersten Schritt dahin muss eine sofortige Anhebung des Fördersatzes der Ergotherapieschulen umgesetzt werden, um die Wettbewerbsgleichheit innerhalb der Therapieberufe zu erreichen und dadurch den negativen Folgen entgegen zu wirken.