
Ergotherapie – Was ist das.
Diese Begriffsbestimmung richtet sich in erster Linie an Entscheidungsträger:innen und Fachkreise außerhalb der Ergotherapie.
Ergotherapie befähigt Menschen in all ihrer Vielfalt, ihren Alltag selbstbestimmt zu gestalten, an der Gesellschaft teilzuhaben und ihr Recht auf bedeutungsvolle Betätigung wahrzunehmen. Ergotherapeut:innen sind die Expert:innen für das menschliche Handeln.
Ergotherapeut:innen wissen, dass Gesundheit und Wohlbefinden eng mit den eigenen Handlungsmöglichkeiten und mit gesellschaftlicher Teilhabe verbunden sind. Ergotherapie richtet sich an Menschen, die das Anliegen oder den Bedarf haben, sich selbst, ihr Handeln, ihren Alltag oder ihre Lebenswelt zu verändern. Ein Bedarf entsteht zum Beispiel durch Krankheit, Behinderung oder soziale Ungleichheit. Ergotherapie entwickelt und erweitert Handlungsmöglichkeiten im Alltag. Sie nutzt vorhandene Möglichkeiten und entwickelt zusammen mit Klient:innen Lösungen. So stärkt Ergotherapie nachhaltig die gesellschaftliche Teilhabe und die Lebensqualität. Ergotherapie ist dabei nicht auf den einzelnen Menschen begrenzt. Ergotherapeut:innen arbeiten auch mit Gruppen, Organisationen und im Gemeinwesen. Ergotherapie gibt es im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen. Sie handelt beruflich eigenständig, hat eine eigene Ethik und eine eigene wissenschaftliche Grundlage. Sie befasst sich mit sozialen Prozessen, Entwicklungen und Ereignissen in Gesellschaft, Technologie und im Ökosystem.