Demenz u. Ergotherapie - Partizipation u. Erfahrungsexpertise als zusätzliche Säule der Behandlung
16:30 - 18:00 Uhr
Anmeldeschluss: 16.02.2027
Im moderierenden Gespräch werden mit Lieselotte Klotz, die mit 57 Jahren an einer Lewy-Body-Demenz erkrankte, Themen über Ihre Erfahrungen mit Ergotherapie, wichtige Bausteine für Ihren Alltag und Einblicke in Ihren Lebensalltag mit einer Demenz.
Was bedeutet Augenhöhe mit dem Patienten: in und welche Haltung des/der Therapeut:in benötigt es, um einen individuellen Behandlungserfolg zu erreichen.
Zusätzlich gibt Stefanie Klinowski gibt einen kurzen Überblick zur Lebenssituation von Menschen mit Demenz aus Sicht der Betroffenen und Angehörigen und der Relevanz von Therapien aus Ihrer Beratungsexpertise.
Fragen sind – auch generell zu dem Thema Demenz und dem Umgang mit Angehörigen – sind ausdrücklich willkommen.
Referent:in
Lieselotte Klotz engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen und eine demenzsensible Gesellschaft. Eigene Erfahrungen in der Familie sowie ihre Diagnose Lewy-Body-Demenz und Parkinson haben ihren Blick auf Teilhabe, Selbstbestimmung und Würde im Alltag nachhaltig geprägt.
Seit 2020 arbeitet sie in regionalen Arbeitsgruppen, im Beirat „Leben mit Demenz“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, in der European Working Group of People with Dementia von Alzheimer Europe sowie im Patientenbeirat des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen mit. Ziel ist es, die Perspektive von Menschen mit Demenz in Öffentlichkeit, Fachwelt und Politik sichtbar zu machen.
Bis 2017 war sie Geschäftsführerin einer großen IT-Firma. Heute verbindet sie ihre berufliche Führungserfahrung mit fachlicher und gesellschaftlicher Advocacy. Besonders wichtig sind ihr Themen wie Entstigmatisierung, soziale Teilhabe, Angehörigenperspektiven und Patient*innenbeteiligung.
Stefanie Klinowski hat 2021 das Projekt das Projekt Ankerpunkt Junge Demenz der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e.V. ins Leben gerufen und leitet es seitdem.
Das Projekt richtet sich an Menschen mit einer Demenzerkrankung vor dem 65. Lebensjahr und/oder Frontotemporaler Demenz. Ebenso richtet es sich an deren Angehörige, für die es nur wenig Unterstützung und Versorgungsstrukturen gibt. Der Ankerpunkt Junge Demenz verbindet psychosoziale Beratung, Lotsenfunktion, Selbsthilfe- und Gruppenangebote sowie Informations- und Bildungsangebote. Er hat ein großes Netzwerk aufgebaut und schafft einen geschützten Ort, an dem Betroffene und Angehörige Verständnis, Austausch und fachkundige Unterstützung finden.
Seit 2021 konnten über 450 Menschen mit Demenz und ihre Familien unterstützt werden.
Stefanie Klinowski hält regelmäßig Vorträge auf Fachtagungen und Veranstaltungen zu den Themen Demenz, Demenz vor dem 65. Lebensjahr sowie Frontotemporale Demenz und führt Fortbildungen durch. Darüber hinaus verfügt sie über persönliche Erfahrungen als Angehörige: 15 Jahre hat sie ihre Mutter begleitet, die im Alter von 55 Jahren an Alzheimer-Demenz erkrankte.
Gebühren
60 € für Mitglieder des DVE100 € für Nichtmitglieder
Hinweise
Das Seminar richtet sich primär an Ergotherapeut:innen, die mit Menschen mit Demenz und anderen neurodegenerativen Erkrankungen arbeiten oder sich für dieses Feld weiter qualifizieren möchten.