Neurosensitivität (Hochsensibilität) im Kontext der Ergotherapie
9:00 - 16:00 Uhr
Anmeldeschluss: 15.04.2027
In diesem Seminar erwirbst du ein Grundlagenwissen zu Hochsensibilität unter Berücksichtigung der jüngsten Forschungsergebnisse. Du erfährst, wie Kinder und Jugendliche überprüfen können, in welche Kategorie des Spektrums der Empfindlichkeit sie gehören und welche individuellen Auswirkungen das haben kann. Du lernst sowohl die Art als auch den Grad erhöhter Sensibilität kennen und erhältst Informationen darüber, wie du als Therapeut:in sowie deine Klient:innen einen Einfluss auf die eigene Sensibilität haben. Da belegt ist, dass erhöht neurosensitive Menschen unter stressigen Umständen eher leiden, aber auch empfänglicher für positive Erfahrungen sind, kann dieses Wissen in die Therapie einfließen.
Aufgrund dessen, dass Hochsensibilität ein angeborenes, neutrales Persönlichkeitsmerkmal ist und keine Diagnose, es aber Überschneidungen gibt mit Erscheinungsbildern wie Autismus-Spektrum-Störung oder ADHS, ist es sinnvoll, ein differenziertes Wissen darüber zu haben, insbesondere, weil ein Grundlagenwissen zu Neurosensitivität ärztlicherseits meist fehlt.
Eine Beratung des Umfeldes, von Eltern, Lehrer:innen etc. kann fundierter erfolgen und eine Implementierung von Wissen und konkreten Handlungsansätzen in den Alltag der Kinder und Jugendlichen ist möglich.
Was du mit nimmst…
- Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Neurosensitivität
- Abgrenzung von Neurosensitivität zu anderen Konstrukten inklusive Praxis-Fallbeispielen
- Umfangreiche Hinweise für die Therapiegestaltung und zur Umfeldberatung
Referent:in
- seit 2000 Ergotherapeutin, studien- und berufsbegleitend freiberuflich tätig
- seit 2005 Diplom-Pädagogin, Schwerpunkt Sonderpädagogik
- seit 2018 in sozialpädiatrischem Zentrum tätig, Schwerpunkt Diagnostik
- 2021 Fortbildung bei Dr. Patrice Wyrsch zur Vantage-Sensitivität
- 2021-2023 freiberufliche Dozentin an Berufsfachschule
- seit 2024 selbstständige Ergotherapeutin
Publikation
- Körmann-Günther A. (2021): Neurosensitivität im therapeutischen Kontext, Fachzeitschrift Praxis Ergotherapie
- 2022 Kurs zur Thematik für die Fortbildungsplattform „memole“
Gebühren
130 € für Mitglieder des DVE200 € für Nichtmitglieder
Hinweise
Bringen Sie, wenn möglich, eigene Fallbeispiele mit
Bitte treten Sie dem Meeting schon 10-15 Min. früher bei, damit die Anmeldung und die Infos zur Organisation in Ruhe abgearbeitet werden können.
Literatur
- Aron, Elaine N. (2018): Das hochsensible Kind. Wie Sie auf die besonderen Schwächen und Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen. München: mvgVerlag. Originalausgabe „The Highly Sensitive Child“ 2002, 8., überarbeitete Auflage 2018
- Wyrsch P. (2020): Wahrnehmungsfähigkeit Neurosensitivität, die Kraft der Hochsensitiven. Düsseldorf
- Körmann-Günther A. (2021): Hochsensitivität bei Kindern und Jugendlichen. Praxis Ergotherapie. verlag modernes lernen