Traumasensibles Arbeiten - Aufbauseminar
2-tägig
1. Tag: 10:00 - 18:00 Uhr
2. Tag: 9:00 - 16:30 Uhr
Noch 4 Plätze verfügbar
Köln
Schon 1960 hat Judith Hermann das Erkrankungsbild der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung aufgezeichnet. Zunehmend erleben wir Menschen mit dissoziativen Erkrankungsbildern, Bindungstraumatisierte und komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen in psychiatrischen Kliniken und Praxen. Die Behandlungszeiten sind langwierig, komplex und es gibt nur wenig Behandlungskonzepte. Ziele entwickeln benötigt viel Beziehungsarbeit und der (ergotherapeutische) Bedarf ist sehr hoch.
Inhalte
Im Seminar wird die theoretische Grundlagen und die neusten Forschungsergebnisse zum Thema komplexe Posttraumatische Belastungsstörung und die neuropsychologischen Auswirkungen aufgezeigt. Es wird ein Umgang mit störungsspezifischem Verhalten aufgezeigt und gemeinsam erarbeitet. Die Besonderheiten bei der Erarbeitung ergotherapeutischer Ziele werden aufgezeigt. Insbesondere der Umgang mit bindungsverstrickten Situationen wird erlernt. Die TN lernen Strategien zur Abgrenzung und zu Methoden kennen, um sich selbst zu schützen. Trotz der Schwere des Themas ist es der Referentin ein Anliegen, Leichtigkeit und Humor einzubringen.
Ziele der Fortbildung
- Die TN kennen die theoretischen und praktischen Grundlagen zu komplexer posttraumatischer Belastungsstörung
- Die TN kennen die theoretischen und praktischen Grundlagen zu Dissoziativen Identitätsstörungen
- Den TN ermöglicht das Wissen um die Besonderheiten in der Beziehungsentwicklung ein sicheres therapeutisches Auftreten
- Die TN wenden ressourcenorientierte Methoden in der Ergotherapie an
- Die TN erkennen die ergotherapeutische Auftragsklärung im Kontext zu anderen Therapieformen
- Die TN lernen Methoden zur Vermeidung einer sekundären Traumatisierung kennen
Referent:in

- Ausbildung Jugend-, Heim- und Heilerzieherin
Tätigkeit: Wohnheim für psych. Behinderte, Übergangswohnheim für psych. Kranke, Jugendwohngruppe, Päd. Fachkraft in Kindergärten, Leitung eines Kindergartens - Ausbildung Ergotherapeutin
Tätigkeit: Flexible Jugendhilfe, Familienbetreuung, Frauentherapiezentrum, 2005-2019 Leitung Praxis für Ergotherapie Frauentherapiezentrum - aktuell selbstständig
Tätigkeitsschwerpunkte
- seit 2007 selbstständig im Bereich Trainings, Workshops, Fortbildungen zu psychischen und psychiatrischen Themen
- Angebote für Firmen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement, psychische Gesundheitsgefährdung
- Privatklient:innen im Bereich psychische Erkankungen und Burnout, Supervision
Fort- und Weiterbildungen
- Missbrauch bei Kinder und Jugendlichen
- div. Fortbildungen in Traumatherapie (Hilsenbeck, Sack, Downing, Matthes)
- gepr. Systemischer Business Coach (DVCT)
- zertifizierte Systemische Betriebliche Gesundheitsmanagerin (istob)
- aktuell in Supervisionsausbildung
Homepage: www.ankeschreiner.de
Publikationen
- Schreiner A. (2011): Das Trauma nicht zum Thema machen. ergopraxis 6, S. 24 - 27. Thieme ergopraxis_1106_s24ff_Trauma.pdf
- Schreiner A. (2016): Aus der Ohnmacht zur Handlung. Fachzeitschrift Ergotherapie Austria, Ausg. 1, S.20-26
- Schreiner A., Jungwirth L. (2016): Systemische Tools zur ergotherapeutischen SMART - Zielfindung, Praxis Ergotherapie, Ausg. 4
Gebühren
430 € für Mitglieder des DVE610 € für Nichtmitglieder
Hinweise
Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Seminar ist Fortbildung und Wissen über Auswirkungen von Psychotraumatas (z.B. Teilnahme am Basiskurs Traumsensible Arbeit in der Ergotherapie
Literatur
- Sack, Sachsse, Schellong (2013): Komplexe Traumafolgestörungen – Diagnostik und Behandlung von Folgen schwerer Gewalt und Vernachlässigung. Schattauer Verlag
- van der Hart, Nijenhuis, Steele (2008): Das verfolgte Selbst: Strukturelle Dissoziation und die Behandlung chronischer Traumatisierung. Junfermann Verlag
- Huber, M. (2011): Viele sein - ein Handbuch. Komplextrauma und dissoziative Identität - verstehen, verändern, behandeln. Junfermann Verlag