Neues aus der EBP-Datenbank
Virtual Reality fördert die motorischen und visuellen Fähigkeiten von Kindern mit ADHS
Kinder mit ADHS sind in Alltag und Schule oft auch durch motorische und visuell-perzeptive Schwierigkeiten beeinträchtigt. Eine aktuelle randomisierte kontrollierte Studie zeigt jetzt: Die Ergänzung traditioneller Ergotherapie um ein geeignetes Virtual Reality (VR)-Programm kann hier einen echten Unterschied machen.
In der Studie wurden 60 Kinder (7-12 Jahre) über 8 Wochen ergotherapeutisch behandelt – eine Gruppe zusätzlich mit VR-gestützten, spielerischen Trainingsprogrammen zur Förderung motorischer und visuell-perzeptiver Fähigkeiten.
Das Ergebnis: Beide Gruppen verbesserten sich. Die VR-Gruppe erzielte jedoch deutlich größere Fortschritte: vor allem in den Bereichen feinmotorische Präzision, Gleichgewicht, Figur-Grund-Wahrnehmung und visuelles Gedächtnis, aber auch bezüglich ihrer motorischen Leistungsfähigkeit insgesamt. Die teils hohen Effektstärken deuten auf einen klinisch relevanten Zusatznutzen hin.
Fazit: Virtual Reality könnte eine motivierende und wirksame Ergänzung zur klassischen Ergotherapie sein – gerade bei Kindern mit ADHS.
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Quelle: Şahin S, Temizkan E, Güney Yılmaz G, Baysal Yiğit A, Sonbahar Ulu H, Kaya Kara Ö et al. Evaluating the impact of virtual reality interventions on motor and visual perception skills in children with ADHD: A single blind randomized controlled trial. Assist Technol 2026: 1-10. e-pub ahead of print 2026/03/03; https://doi.org/10.1080/10400435.2026.2631729.